Baden-Württemberg und Andalusien trafen sich mit Vertretern der Europäischen Kommission in Brüssel zum Austausch über den europäischen Wasserstoffhochlauf. Der Austausch führt die Aktivitäten im gemeinsamen Aktionsplan zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in beiden Regionen fort.
Der Wasserstoffhochlauf in der Europäischen Union (EU) stand beim gemeinsamen Roundtable von Baden-Württemberg und Andalusien in Brüssel im Fokus. Beim Treffen am 29. Januar 2026 kamen Repräsentanten beider Regionen mit Vetreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission in der Vertretung des Landes Baden-Württembergs bei der EU zusammen. Der Austausch zum Thema "Europe’s Emerging Hydrogen Economy: Policy, Regions and Industry in Dialogue" wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie dem Andalusischen Ministerium für Industrie, Energie und Bergbau. Neben politischen Vertreterinnen und Vertretern waren Unternehmen der H2-Branche beider Regionen anwesend, die durch kurze Beiträge Inputs aus der Praxis für die Diskussion lieferten.
Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ist auch von externen Faktoren, wie den regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig. Das Erreichen der Klimaschutzziele ist damit ebenso von einer effizienten Wasserstoffregulatorik in der Europäischen Union abhängig wie die Transformation des Energiesystems und Fragen der geopolitischen Sicherheit der EU. Die Europäische Kommision hat kürzlichen einen sogenannten "Hydrogen Mechanism" gestartet, um eine bessere Transparenz bei der Erzeugung und Nachfrage von Wasserstoff zu schaffen. In drei aufeinander folgenden Aufrufen können zunächst potenzielle Verkäufer von Wasserstoff ihr Interesse melden, danach mögliche Abnehmer und zuletzt werden die Teilnehmenden gebeten, Nachfrageanfragen und Angebotsangebote einzureichen, um ihr Interesse an zukünftigen Infrastrukturen zu testen. In der ersten Runde meldeten 260 potenzielle Verkäufer von Wasserstoff ihr Interesse, hiervon knapp die Hälfte aus Spanien.
Baden-Württemberg und Andalusien sind jeweils wichtige Wirtschaftsregionen im nationalen Kontext. Daher verfügen beide Regionen über große Potenziale klimafreundlicher Produktionprozesse und Technologien. Dies gilt insbesondere für die Herstellung und Anwendung von Wasserstofftechnologien. Während des Treffens in Brüssel stellten Landesvertreter Baden-Württembergs und Andalusien ein gemeinsames Positionspapier den teilnehmenden Repräsentanten der EU-Kommision vor. Darin legen Handlungsempfehlungen in den Bereichen Wasserstofftechnologien, Erzeugung und Abnahme von Wasserstoff sowie Infrastrukturaufbau dar, welche Schritte für einen erfolgreichen H2-Hochlauf in Europa aus andalusischer und baden-württermbergischer Perspektive entscheidend sind.
Quelle: e-mobil BW, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
