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Konzept zur H2-Versorgung des Landes veröffentlicht

Die kürzlich veröffentlichte Studie der e-mobil BW zur Wasserstoffversorgung Baden-Württembergs stellt Zahlen, Daten und Fakten rund um die H2-Versorgung des Landes bereit. Die strategische Basis bildet das Wasserstoff-Versorgungskonzept der Landesregierung. Dieses wurde nun veröffentlicht und steht zum Download auf der Website des Umweltministeriums bereit.

Rund 200 Personen sitzen in Stuhlreihen in einem großen Saal und blicken nach Vorne, wo großflächig eine Präsentation gezeigt wird.
Bei der Jahresabschlussveranstaltung im Dezember 2025 wurden die Inhalte des nun veröffentlichten H2-Versorgungskonzepts erstmals vorgestellt.
e-mobil BW

Wie kann Baden-Württemberg künftig mit Wasserstoff versorgt werden? Diese zentrale Frage zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft geht das Wasserstoff-Versorgungskonzept des Landes nach. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat das Konzept zu Optionen der künftigen Wasserstoffversorgung Baden-Württembergs nun veröffentlicht. Dieses stellt den aktuellen Stand des Markthochlaufs für Wasserstoff dar und beleuchtet die voraussichtlichen Wasserstoffbedarfe, den Aufbau einer zukunftsfesten Wasserstoffinfrastruktur sowie die verschiedenen Versorgungsoptionen.

 

Lokale H2-Erzeugung und Importe im Blick

Maßnahmen und Handlungsempfehlungen des Versorgungskonzeptes beziehen die gesamte Wasserstoffwertschöpfungskette ein und betreffen Erzeugung, Transport und Anwendung von Wasserstoff in und nach Baden-Württemberg. Dabei stellt das Konzept die regionale und die internationale Aktivitäten gleichermaßen in den Fokus:

  • Nachfrage: Voraussetzung für die Planung und den Aufbau einer H2-Versorgung ist eine verlässliche Nachfrage nach Wasserstoff. Deshalb ist die schrittweise Annährung der H2-Preise auf der Nachfrageseite und der Investitionskosten in Erzeugungsanlagen essentiell.
  • Infrastruktur: Welche Rolle der zügige Infrastrukturausbau beim H2-Hochlauf spielt, haben unter anderem Formate der Plattform H2BW wie der Fachdialog Wasserstoffinfrastruktur bereits gezeigt. Dies setzt die Einrichtung eines Transportsystems (H2-Kernnetz, Verteilnetz) einschließlich Speicher für große Mengen an Wasserstoff voraus. Notwendig hierfür sind geeignete Rahmenbedingungen.
  • Lokale Erzeugung: Parallel zur Pipelineversorgung setzt das Land auch auf regionale Wasserstofferzeugung zur Sicherung einer zukunftsfesten H2-Versorgung, um eine zeitlich vor der Inbetriebnahme oder eine räumlich außerhalb des Einzugsbereichs von H2-Netzen entstehende Nachfrage decken zu können.
  • Importe: Mittel- und langfristig wird der Großteil des Wasserstoffangebots in Baden-Württemberg durch internationale H2-Importe bereitgestellt werden. Daher nennt das Konzept stabile Lieferbeziehungen zu internationalen Partnern und eine Diversifizierung der Importe als wichtige Ziele.
  • Internationale Transportwege: Damit der im Ausland produzierte Wasserstoff nach Baden-Württemberg gelangt, sind diverse Transportwege von Bedeutung. Pipelineverbindungen bieten die kostengünstigste Variante große Mengen an Wasserstoff zu transportieren. Daher ist die Entwicklung der europäischen Pipeline-Korridore und eine Anbindung Baden-Württembergs an das (inter)nationale Transportnetz entscheidend. Daneben ist der Transport von H2-Derivaten und flüssigem Wasserstoff über Schiff, Schiene und Trailer eine wichtige Komponente der künftigen H2-Versorgung, die im Konzept ebenfalls verfolgt wird.

 

e-mobil BW Studie setzt auf Konzept auf

Mit der Studie "Fakten und Parameteranalyse zur Wasserstoffversorgung Baden-Württembergs" hat die Landesagentur e-mobil BW eine umfassende Analyse beauftragt, die relevante Daten zur H2-Versorgung des Landes liefert. Ende Februar diesen Jahres wurden die Ergebnisse der Untersuchung durch die Autoren von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) und dem Fraunhofer Instut für Solare Energiesysteme (ISE) vorgestellt.

 

Erweiterung der Landesstrategie für Wasserstoff

Die Landesregierung führt mit dem Wasserstoff-Verosrgungskonzept die in der Wasserstoff-Roadmap Baden-Württembergs sowie dem zugehörigen Ersten Fortschrittsbericht zu Wasserstoff-Roadmap aufgeführten Maßnahmen zur Etablierung einer Wasserstoffwirtschaft im Land fort. Somit bestärkt die Landesregierung mit dem H2-Versorgungskonzept, dass an einer stringenten Umsetzung der Wasserstoff-Roadmap festgehalten wird, um den H2-Hochlauf voranzutreiben.

 

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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