Die Elektrolyse-Förderung des Landes geht in die zweite Runde: Das Umweltministerium hat einen weiteren Förderaufruf im Förderprogramm Elektrolyse (ELY) veröffentlicht. Zur Unterstützung regionaler Wasserstoff-Erzeugung mittels Elektrolyse stehen erneut run 50 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können bis zum 18. Mai 2026 eingereicht werden.
In Baden-Württemberg soll mehr Wasserstofferzeugungskapazität entstehen. Hierfür hat die Landesregierung im Jahr 2025 das Förderprogramm für Elektrolyse (ELY) gestartet. Nun hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft den zweiten Förderaufruf veröffentlicht. Damit setzt das Land die Unterstützung für den Aufbau regionaler H2-Infrastrukturen fort und stellt weitere 50 Millionen Euro an Fördermitteln bereit.
Im Dezember vergangenen Jahres haben die ersten acht Projekte aus dem Förderprogramm die Zuwendungsverträge erhalten. Mit dem Förderprogramm ELY wird gezielt die lokale Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff durch Wasser-Elektrolyse unterstützt. So soll mittelfristig eine hinreichende Versorgung mit Wasserstoff in Baden-Württemberg erreicht werden. Hierbei spielen regionale Wasserstoff-Hubs eine besondere Rolle, da über das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz nicht alle Regionen in Baden-Württemberg abgedeckt werden und die Umsetzung und Inbetriebnahme noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Daher ist es erforderlich, bereits jetzt Erzeugungskapazitäten - und damit verbundene Wertschöpfungsketten - vor Ort, aufzubauen.
Das Förderprogramm zielt darauf ab, dass die Elektrolyseure und Wasserstoff-Hubs weitestgehend im Einklang mit dem regionalen Ausbau des Stromnetzes und dem regionalen Ausbau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) errichtet beziehungsweise erweitert werden. Der parallele Auf- und Ausbau ist von hoher Bedeutung für die Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele in Baden-Württemberg.
Die Antragstellung erfolgt über das elektronische Antragssystem "pt-outline". Weitere Informationen zur Ausschreibung und die erforderlichen Dokumente stellt der Projektträger Karlsruhe bereit. Dieser bietet zur detaillierteren Erläuterung des Förderporgramms sowie des aktuellen Aufrufs am 20. März 2026 ein Online-Seminar an.
Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
