Der Bund unterstützt Verkehrsunternehmen mit einer neuen Förderrichtlinie beim Ausbau emissionsfreier Busflotten. Eine Förderquote von bis zu 70 Prozent ist möglich. Der neue Förderaufruf bezieht sich auf Busse mit Antrieben auf Basis von Batterie- und Brennstoffzellentechnologie und die erforderliche Infrastruktur.
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat heute einen neuen Förderaufruf zur Unterstützung emissionsfreier Busflotten mit der "Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr" veröffentlicht. Skizzen für Fördervorhaben können ab dem 26. Mai 2026 bis einschließlich 21. Juli 2026 über das Onlineportal easy-Online eingereicht werden. Dazu informiert der Projektträger Jülich. Angesprochen sind Verkehrsunternehmen im öffentlichen Nahverkehr, im Fern- und Gelegenheitsverkehr sowie Betreiber von Verkehren auf Flughäfen, Werksgeländen oder anderen nicht öffentlichen Verkehrsflächen.
Gefördert werden die Neubeschaffung oder auch die Umrüstung von batterieelektrischen Bussen, Batterie-Oberleitungsbussen sowie Brennstoffzellenbussen und Batteriebussen mit Brennstoffzelle als Range-Extender. Zudem umfasst der Aufruf den Aufbau der erforderlichen Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur. Bezogen auf die förderfähigen Ausgaben (Investitionsmehrausgaben) wird bei Bussen für das Aktivierungsprogramm (Fördersäule 1 und 3) eine Förderquote von bis zu 70 Prozent und für das Skalierungsprogramm (Fördersäule 2) eine Förderquote von bis zu 55 Prozent gewährt. Details sind im Aufruf zur Skizzeneinreichung für die Fahrzeug- und Infrastrukturbeschaffung (05/2026) aufgelistet.
Ein Online-Seminar der NOW GmbH informiert am 28.05.26 von 13-14 Uhr, was für eine Einreichung wichtig ist. Die Umsetzung der Förderung erfolgt durch die NOW und den Projektträger Jülich. Teile der Förderung werden im Rahmen des Deutschen Aufbau‑ und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau‑ und Resilienzfazilität (ARF) kofinanziert.
Ziel des Programms ist es, den Markthochlauf alternativer Antriebe im Personenverkehr weiter zu beschleunigen. Auf Grundlage des Bundeshaushalts 2026 sollen mindestens 1.500 Busse mit alternativen Antrieben auf Deutschlands Straßen gebracht und rund 150 Verkehrsunternehmen unterstützt werden. Die Fördermittel werden über drei Fördersäulen vergeben. Zwei Aktivierungsprogramme richten sich an Unternehmen mit bislang geringer Elektrifizierung ihrer Flotten, sowohl im ÖPNV und Linienverkehr als auch im Reise- und Fernverkehr. Neu hinzu kommt ein Skalierungsprogramm für Verkehrsunternehmen mit bereits hohem Elektrifizierungsgrad, die ihre emissionsfreie Flotte weiter ausbauen wollen. Je nach Programmsäule sind Förderquoten von bis zu 70 Prozent beziehungsweise bis zu 55 Prozent möglich.
Quelle: NOW GmbH, Projektträger Jülich
