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© Shutterstock / Borislav Bajkic

Umformkompetenz in Elektrolyseuren einsetzen

Welche Komponenten im Elektrolyseur werden durch Umformprozesse gefertigt? Welche Chancen bieten sich dadurch für Unternehmen aus der Metallumformtechnik? Diese und weitere Fragen diskutierten rund 70 Teilnehmende bei einer gemeinsamen Veranstaltung des VDMA und des Clusters Brennstoffzelle BW.

In einem großen Raum stehen Menschen in drei Kleingruppen zusammen und diskutieren.
In drei Gruppen diskutierten die Teilnehmenden beim Workshop unter anderem zu selbstgewählten Themen aus dem Bereich der Umformtechnik.
© e-mobil BW

Zu umgeformten Komponenten im Elektrolyseur zählen unter anderem die Bipolarplatte als zentrale Komponente des Stacks oder gas- und flüssigkeitsführende Rohre. Diese standen im Fokus des Workshops am 19. Juni 2024 am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Stuttgart, den der Cluster Brennstoffzelle BW gemeinsam mit der AG Brennstoffzellen sowie dem Baden-Württembergischen Landesverband des VDMA organisiert hat.

Mit ihren Fachvorträgen gaben Dr. Ben Haugk vom ZSW, Patrick Cyron vom Institut für Umformtechnik der Universität Stuttgart und Sebastian Melzer vom Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU einen Überblick über die umgeformten Komponenten im Elektrolyseur und über verschiedene Verfahren der Umformung, die bei der Fertigung von Elektrolyse-Komponenten zum Einsatz kommen.

 

Industrieller Wissenstransfer

In einer anschließenden Pitch-Reihe präsentierten Unternehmen aus den Netzwerken des Clusters und des VDMA ihre Aktivitäten im Bereich Umformtechnik, darunter verschiedene Hersteller von Bipolarplatten, Fertiger von Bauteilen aus Edelstahl sowie Maschinen- und Anlagenbauer. Vertiefte Diskussionen führten die Teilnehmenden anschließend in drei Gruppen zu selbst gewählten Themen: Herausforderungen an die Prozessschritte in der Serienproduktion, kritische Parameter bezüglich Fertigungstoleranzen sowie das Auftragen und Inline-Testing von Dichtungen.

Der Austausch zeigte, dass nach heutigem Stand noch viele Fragen insbesondere zum Markthochlauf offen sind. Deutlich wurde aber auch, dass zahlreiche Unternehmen von ihrer langjährigen Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Brennstoffzellen profitieren und diese auch für Elektrolyseure einsetzen können.

 

Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus

Um die Herausforderungen bei der Industrialisierung der Wasserstofftechnologien anzugehen, gilt es Kräfte zu bündeln. Darum haben sich VDMA und Cluster Brennstoffzelle BW zusammengetan und gemeinsam den Workshop organisiert. Ziel war es unter anderem Unternehmen mit Umform-Kompetenz einen Einblick in die Potentiale des Elektrolysemarkt zu bieten.

 

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