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Nutzfahrzeuge zwischen Batterie und Wasserstoff

Wo entsteht die Wertschöpfung im Lkw-Markt? Ob mit Batterie oder Brennstoffzelle: Die passende Infrastruktur muss parallel zum Hochlauf neuer Lkw-Modelle ausgebaut werden. Zwei Veranstaltungen der e-mobil BW thematisieren aktuelle Herausforderungen.

Zu sehen ist eine futuristische Zeichnung eines Lkw
Perspektivisch werden neben Dieselfahrzeugen insbesondere batterieelektrische und wasserstoffbasierte Antriebsoptionen bedeutsam.
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Die Transformation schwerer Nutzfahrzeuge hin zu emissionsfreien Antrieben verändert nicht nur Technologien, sondern verschiebt auch die Wertschöpfung im Lkw-Markt. Welche Antriebe setzen sich durch? Welche Kompetenzen werden künftig entscheidend sein und wie verteilt sich die industrielle Wertschöpfung? Es wird erwartet, dass der mit aktuell 97,3 Prozent dominante Dieselantrieb bei neu zugelassenen Lkw zurückgeht und dafür in den kommenden Jahren überwiegend batterieelektrische und perspektivisch auch wasserstoffbasierte Antriebsoptionen in schweren Lkw bedeutsam werden. 

Zwei Fachveranstaltungen der Landesagentur greifen die Thematik auf und spannen den Bogen von der Regulatorik, über Technologien und Fertigung bis hin zur Ladeinfrastruktur. Neben Fördermöglichkeiten und neuen Fahrzeugen werden auch Erkenntnisse aus aktuellen Studien der Landesagentur e-mobil BW vorgestellt.

 

Wasserstoff für schwere Nutzfahrzeuge

Eine Info-Veranstaltung am 4.05. thematisierte den aktuellen Förderaufruf des BMV: Bis zum 30. Juni 2026 können Anträge für eine  Förderung von Wasserstofftankstellen in Verbindung mit Nutzfahrzeugen mit wasserstoffbetriebenen Antrieben des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Diese Förderung ist insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge, beispielsweise in der Bauindustrie, von Interesse. Vor diesem Hintergrund bot die Plattform H2BW in Kooperation mit H2.B, LBST und H2Saar eine kostenfreie Infoveranstaltung am 4. Mai ab 16 Uhr online an. Neben dem aktuellen Förderaufruf wurden Praxiseinblicke zu Nutzfahrzeugen mit wasserstoffbasiertem Antrieb vorgestellt, u.a. von MAN Truck & Bus, KEYOU, hylane und Iveco Magirus.


Neue Infrastruktur auch für E-Lkw

Eine weitere Fachveranstaltung heute am 5.05. in Stuttgart liefert fundierte Einblicke aus aktuellen Studien der e-mobil BW GmbH und des Cluster Elektromobilität Süd-West c/o e-mobil BW GmbH. Der parallele Aufbau der passenden Infrastruktur ist essenziell. Eine Studie der e-mobil BW untersucht neue Ladeansätze und deren Einfluss auf den wirtschaftlichen Einsatz batterieelektrischer Lkw sowie auf Betriebskosten und Einsatzflexibilität, durch geführt durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.  

 

Wertschöpfungspotenziale bei alternativen Antrieben

Wie sich eine angenommene Marktentwicklung von neuen Antrieben auf zukünftige Wertschöpfungsprozesse für Zulieferer in Baden-Württemberg auswirkt, das beleuchtet eine weitere Studie im Auftrag der Landesagentur e-mobil BW, durchgeführt von der RWTH Aachen am Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components (PEM). Die Studie zeigt die Verlagerung von Wertschöpfungsanteilen auf und identifiziert relevante Fertigungs- und Kompetenzfelder, insbesondere bei den Zulieferern in Baden-Württemberg.