Neue Mitglieder in Nationalen Wasserstoffrat berufen
Der Nationale Wasserstoffrat wird neu aufgestellt. Das Bundeswirtschafts- und Energieministerium hat 17 Mitglieder in das Bundesgremium berufen.
Im Juni 2026 hat die Bundesregierung die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) vorgelegte Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) beschlossen. Nun wurden die neuen Mitglieder des Expertengremiums auf Bundesebene berufen. Mit dem 1. Juli 2026 trat die neue Satzung in Kraft. Damit ist die aktuelle Berufungsperiode gestartet.
Reform führt zu Umstrukturierung
Der Nationale Wasserstoffrat besteht seit Juni 2020 und wird für die Dauer einer Legislaturperiode berufen. Mit der diesjährigen Reform wurde das Gremium organisatorisch und strategisch an die veränderten Herausforderungen beim Hochlauf des Wasserstoffmarkts angepasst: Die wirtschaftliche Expertise des Nationalen Wasserstoffrats wird gestärkt, sein Mandat auf Wasserstoffderivate und weitere Moleküle erweitert, die Arbeit enger mit den Prioritäten der Bundesregierung verzahnt und zugleich die Gremienstruktur insgesamt verschlankt. Gleichzeitig sind auch weiterhin renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Rat vertreten. Ziel der Reform ist die wirksame und effiziente Einbindung pluraler Expertise als entscheidender Erfolgsfaktor für den Wasserstoffhochlauf.
Überparteiliches Beratungsgremium
Dem NWR gehören künftig 17 hochrangige Mitglieder auf Vorschlag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, des Bundesministeriums für Verkehr, des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an. Hiervon wurden zehn Mitglieder erstmals in das Gremium berufen, sieben Mitglieder waren bereits Mitglied des bisherigen NWR. Dadurch sollen Kontinuität gewährleistet und gleichzeitig neue Impulse gesetzt werden.
Den Vorsitz des NWR übernimmt Herr Stefan Dohler (CEO EWE). Er gehört dem Vorstand der EWE AG seit Januar 2018 an. Seit Juni 2024 ist er zudem Präsident des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft). Als stellvertretender Vorsitzender wurde Herr Dr. Felix Matthes (Öko-Institut) berufen. Er ist Forschungskoordinator für Energie- und Klimapolitik beim Öko-Institut und gehörte dem NWR bereits in seiner bisherigen Zusammensetzung als Stellvertretender Vorsitzender sowie zeitweise als Interimsvorsitzender an.
Eine Übersicht der 17 Mitglieder kann online eingesehen werden.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie