Partner des Clusters H2BW kamen zum Clustertreffen beim Partnerunternehmen EBZ zusammen. Themenschwerpunkt war der Einsatz von Elektrolyseanlagen sowie regionale Projekte zur Wasserstofferzeugung.
Erfolgreicher Technologietransfer ist Grundlage der Transformation - dies gilt auch in der Wasserstoffbranche. Dies wurde beim Clustertreffen am 16. Juni 2026 deutlich. Clusterpartner kamen beim Clusterpartner EBZ in Ravensburg zusammen. Die EBZ Gruppe engagiert sich seit mehreren Jahren im Bereich Wasserstofftechnologien und entwickelt in Ravensburg alkalische Druckelektrolyse-Stacks sowie modulare Elektrolyseanlagen für die industrielle Wasserstofferzeugung.
In seiner Begrüßung ging Alexander Schmeh, COO der EBZ Gruppe, auf die Entwicklung der Wasserstoffaktivitäten des Unternehmens ein. Die technologische Basis der heutigen Elektrolysesysteme wurde über mehr als zehn Jahre am ZSW entwickelt. Seit 2022 führt EBZ diese Arbeiten im Rahmen einer Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft fort und überführt die Technologie in die industrielle Fertigung. Damit steht die Kooperation beispielhaft für den erfolgreichen Transfer von Wasserstofftechnologien aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung. Die EBZ Gruppe zeigt, wie bestehende Kompetenzen aus der Automobilindustrie erfolgreich für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft genutzt und in neue, zukunftsfähige Geschäftsfelder überführt werden können.
Während der Vorträge stellt Dr. Johann Steinhauer, Projektleiter Wasserstofftechnologie bei EBZ, die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich der alkalischen Druckelektrolyse vor und berichtete über erste Erfahrungen mit der kürzlich in Betrieb genommenen 1-MW-Test- und Schaufensteranlage auf dem EBZ-Gelände. Durch den Betrieb unter realen Bedingungen können unterschiedliche Lastprofile und Betriebszustände untersucht sowie wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Systeme gewonnen werden. Die bisherigen Betriebserfahrungen bestätigen, dass moderne alkalische Druckelektrolyseure dynamisch und auch in niedrigen Teillastbereichen betrieben werden können und daher auch für den Betrieb mit erneuerbaren Energien geeignet ist. Ergänzt wurde dies durch Einblicke in die Potenziale der Skalierung modularer Anlagenkonzepte für unterschiedliche Anwendungen der Wasserstofferzeugung. Anschließend präsentierte Robert Förster, Geschäftsführer der Süddeutschen Wasserstoffwerke Aitrach Memmingen (SWAM), die Umsetzung eines ganzheitlichen Energiekonzepts am Green Airport Memmingen. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung regionaler Wasserstoff-Hubs sowie die Rolle von Infrastrukturprojekten für eine nachhaltige und sektorenübergreifende Energieversorgung.
Während der abschließenden Werksführung bei EBZ erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Fertigungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens sowie die Möglichkeit, die Elektrolyse-Anlage vor Ort zu besichtigen. Beim abschließenden Networking standen der Austausch und die Vertiefung bestehender Kontakte im Mittelpunkt. Das Treffen unterstrich erneut die Bedeutung von Vernetzung und Wissenstransfer für die gemeinsame Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien in Baden-Württemberg.
