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Auftakttreffen der bundesweiten Wirtschaftsplattform H2

Der Bund der Wasserstoffregionen (BdWR) bringt politische Entscheidungsträger und Wirtschaftsvertreter regional zusammen, um gemeinsame Positionen für eine bundesweite, verlässliche Wasserstoffversorgung zu entwickeln. Heute fand das Auftakttreffen der neuen Wirtschaftsplattform H2 in Stuttgart statt. Im Fokus stand die Frage: Wie können die lokale Wirtschaft und alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette besser in die Planungen beim Wasserstoffhochlauf einbezogen werden?

In einem großen Saal sitzen rund 150 Personen und schauen auf zwei Leinwände.
Mehr als 150 Teilnehmende diskutierten beim Auftakttreffen der Wirtschaftsplattform H2 des BdWR in Stuttgart.
e-mobil BW

Stuttgart wurde heute zum Treffpunkt des Bundes der Wasserstoffregionen (BdWR) Deutschlands: Um den Wasserstoffhochlauf zu beschleunigen und die Ausgangslage vor allem für die lokale Wirtschaft zu verbessern, hat der BdWR die bundesweiten Wirtschaftsplattform H2 ins Leben gerufen und ergänzt damit die Aktivitäten der Plattform H2BW, die von der Landesagentur e-mobil BW koordiniert wird. Beim Auftakttreffen der Wirtschaftsplattform H2 am 16. März 2026 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Bundes- sowie Landesebene geeignete Rahmenbedingungen für Investitionen und Infrastruktur für den H2-Hochlauf. Zu den Unterstützern und Organisatoren des Treffens gehören u.a.: Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag, Unternehmer Baden-Württemberg e.V., die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V., EnBW, H2-Impuls.

 

Interessen aller Marktteilnehmer zielführend zusammenbringen

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine gelingende Energiewende. Unternehmen im Transformationsprozess stehen aktuell vor vielseitigen Herausforderungen - das gilt für kleine und mittelständische Unternehmen ebenso, wie für Großunternehmen und andere Akteuere entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette gleichermaßen. Mit der neuen Wirtschaftsplattform H2 verfolgt der BdWR das Ziel, die jeweiligen Interessen von Erzeugern, Abnehmern, Transporteuren und Anwendern von Wasserstoff zu bündeln und Schnittstellen zu identifizieren, an denen gemeinsamer Handlungsbedarf gefragt ist. Deutlich wird dies beispielsweise an der Preisfrage: Neben stark varrierenden Zahlungsbereitschaften innerhalb unterschiedlichen Wirtschaftssektoren, erschweren auch durch regulatorische Vorgaben entsehende Kosten den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Um Angebot und Nachfrage auf regionaler Ebene zu bündeln und zusammenzubringen, hat der BdWR bereits das Förderkonzept H2Regional konzipiert. Mit der Arbeit der Wirtschaftsplattform H2BW soll dies nun im Schulterschluss aller Akteure weiter vertieft werden. 

 

Angebot und Nachfrage zusammenbringen

"Ohne grüne Moleküle wird die Energiewende nicht funktionieren", sagte Isabell Knüttgen, Leiterin Wasserstofftechnologien bei e-mobil BW in Stuttgart. Vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Entwicklungen gewinnt die energetische Unabhängigkeit und technologischer Souveränität an Bedeutung. Daher sollte der Wasserstoffhochlauf noch strategischer angegangen werden. Der Midstream spielt dabei die entscheidende Rolle." Die Kernfrage ist: Wer kann und soll diese zentrale Funktion in Zukunft übernehmen?

Im Fokus der Diskussionen vor Ort standen in dem Kontext die mittelständische Wirtschaft und deren Rahmenbedingungen für eine aktive Teilnahme am Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Vertreterinnen und Vertreter von kleinen undmittelständischen Unternehmen betonten dabei die Relevanz von geeigntene Förderprogrammen und Unterstützung beim Markteintritt. Für Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft ist die Informationsbereitstellung und Transparenz elementar. Für die Teilnehmenden beim Auftakttreffen der Wirtschaftsplattform H2 stand abschließend fest: Es bedarf vor allem Kooperation und Koordination, um den Markthochlauf auch auf regionaler Ebene anzustoßen.

 

Regionale H2-Erfahrungen bundesweit einsetzen

Während die Wirtschaftsplattform H2 die bundesweite Zusammenarbeit der Regionen und den Dialog mit der Bundesregierung stärkt, konzentriert sich die Plattform H2BW auf die Vernetzung und Unterstützung von Unternehmen und Projekten in und aus Baden-Württemberg. Beide Initiativen verfolgen damit unterschiedliche, aber komplementäre Aufgaben. Eine enge Zusammenarbeit ist ausdrücklich gewünscht: Erfahrungen aus Baden-Württemberg werden in bundesweite Diskussionen eingebracht und zugleich nationale Entwicklungen mit den Aktivitäten im Land verzahnt. Die Plattform H2BW bündelt Kräfte, reduziert Doppelansprachen und stellt Synergien in den Fokus.

 

Über den Bund der Wasserstoffregionen

In dem Zusammenschluss "Bund der Wasserstoffregionen (BdWR)" engagieren sich (Ober-)Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte sowie der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW).  Die Mitglieder des BdWR repräsentieren inzwischen mehr als 40 Städte und rund 60 Landkreise in Deutschland. Die Leitung des bundesweiten Zusammenschlusses regionaler Wasserstoffinitiativen liegt aktuell bei Norber Heuser, Landrat des Landkreises Heilbronn. Viele regionale Akteure waren bereits in Programmen wie HyLand aktiv und bringen ihre Erfahrungen nun in die bundesweite Zusammenarbeit ein.

 

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