Seit 2013 koordiniert e-mobil BW mit dem Cluster Brennstoffzelle BW das Netzwerk für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Baden-Württemberg. Der Cluster Brennstoffzelle BW heißt von nun an Cluster H2BW. Das Ziel bleibt, die Förderung von Innovation, Industrialisierung und sektorenübergreifende Anwendung von Wasserstofftechnologien.
Mit der Gründung des Clusters Brennstoffzelle BWim Jahr 2013 hat die Landesagentur e-mobil BW die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien angestoßen. Unter neuem Namen Cluster H2BW stehen inzwischen die Förderung von Innovationen, Industrialisierung und sektorenübergreifende Anwendung von Wasserstofftechnologien im Vordergrund. Mit über 270 Partnern ist das Cluster H2BW ein zentrale Kompetenznetzwerk für Wasserstofftechnologien in Baden-Württemberg. Die Umbenennung macht nun sichtbar, was längst Realität ist: Der Fokus liegt auf dem gesamten Ökosystem Wasserstoff – von der Erzeugung über den Transport bis zur Anwendung.
Regelmäßige Netzwerktreffen sind wichtiger Baustein der erfolgreichen Clusterarbeit. Das Unternehmen GEMÜ, Hersteller von Ventil-, Mess- und Regelsystemen, lud heute (25.03.26) zum Clustertreffen nach Kupferzell ein. Und zeigt: Auch vermeintlich kleine Bausteine unterstützen den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und wirken sich auf die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette aus. Ob Ventiltechnik oder Prüfsysteme – jede Komponente muss sitzen, um die Wasserstoff-Wertschöpfungskette sicher, effizient und marktfähig zu gestalten.
Sichere und geprüfte Komponenten sind für den langfristigen, erfolgreichen Markthochlauf von Wasserstofftechnologien entscheidend. GEMÜ verdeutlicht, wie viel Innovationskraft in Baden-Württemberg steckt. Vor Ort stand das eigens entwickelte Testsystem vom GEMÜ zur Prüfung von Wasserstoff-Ventiltechnik im Fokus, das zentrale Sicherheitsanforderungen der Wasserstoffindustrie erfüllen kann. Leckagemessungen werden damit quantitativ messbar, automatisiert und wiederholgenau. Die Messergebnisse erhöhen die Qualitätssicherung und Produktsicherheit und schaffen eine transparente Grundlage für Produktqualität und Prüfprozesse.
Der Clusterpartner GEMÜ präsentierte, wie regulatorische Anforderungen nicht nur als Verpflichtung, sondern auch als Chance für mehr Digitalisierung und Transparenz in der Wertschöpfungskette genutzt werden. Die Digitalisierung von Komponenten – von der Verwaltungsschale bis zum digitalen Produktpass – eröffnet neue Möglichkeiten entlang des gesamten Lebenszyklus. Transparenz, Effizienz und Nachverfolgbarkeit werden so zu echten Wettbewerbsvorteilen.
Ganz andere regulatorische Anforderungen werden durch das aktuelle Beschränkungsdossier für PFAS für die Wasserstoffbranche deutlich. Wie weitreichend die Auswirkungen sind und wie stark externe Rahmenbedingungen die Branche beeinflussen, unterstrich ein Impulsvortrag des VDMA. Im offenen Austausch diskutieren die Partner des Clusters H2BW aktuelle Herausforderungen – und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze.
Eine Übersicht der Partner des Clusters H2BW listet der Kompetenzatlas von e-mobil BW in einer Online-Datenbank auf.
GEMÜ Gebr. Müller GmbH & Co. KG ist ein 1964 gegründetes deutsches Familienunternehmen mit Sitz in Kupferzell, das sich auf die Herstellung von Ventilen sowie Mess- und Regeltechnik für Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase spezialisiert hat. Mit über 2.500 Mitarbeitern weltweit produziert GEMÜ an acht internationalen Standorten, darunter Deutschland, China, USA, Frankreich, Indien und Brasilien, und liefert Lösungen für diverse Branchen wie Energie, Wasseraufbereitung und Industrieautomation.
