Zum Hauptinhalt springen
© iStock / luchschen

HyFaB Baden-Württemberg

Als Forschungsfabrik für Wasserstoff und Brennstoffzellen soll mit dem Projekt HyFaB ein Rahmen geschaffen werden, um automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für Brennstoffzellen entwickeln und erproben zu können.

Grafische Darstellung der künftigen Forschungsfabrik HyFab in Ulm
Bald schon real: Die geplante Forschungsfabrik am Standort Ulm
© ZSW / ZG Architekten

Um das Potenzial der Brennstoffzellentechnologie zu erschließen und künftig zu nutzen, müssen diese serientauglich produziert und angeboten werden. Hierfür gilt es einerseits die Kosten der Produktion zu reduzieren und zugleich nennenswerte Stückzahlen zu produzieren. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) legen in Kooperation mit Akteuren aus Industrie und Forschung den Fokus auf eine effiziente Brennstoffzellenproduktion. Im Rahmen der Forschungsfabrik sollen automatisierte Prozesse zur Fertigung und Qualitätssicherung entlang der Wertschöpfungskette von Brennstoffzellen erforscht und erprobt werden.

Komplexität von Brennstoffzellen-Stacks

Die Konstruktion und Fertigung von Hochleistungsbrennstoffzellen-Stacks ist hochkomplex. In einem solchen Stack müssen hunderte EinzelzellenBipolarplatten von nur 1 Millimeter Bauhöhe und Vliesstoffe als Gasverteilerstrukturen präzise aufeinander abgestimmt und zu einem Stapel zusammengefügt werden. Standardisierte Produktionsmethoden und automatisierte Fertigungstechnologien sind daher essentiell für die Industrialisierung der Brennstoffzellentechnologie.

Während heute die Fertigung im kleinem Maßstab von Brennstoffzellen dominiert, steht die Entwicklung hin zur industriellen Massenproduktion im Fokus der Arbeit der Forschungsfabrik. Exemplarische Themenfelder sind die Erforschung von Beschichtungstechnologien für katalysatorbeschichtete Membranen (CCM) oder vollautomatische Fügetechniken und Herstellprozesse für Zellen und Brennstoffzellenstacks.

Die Brennstoffzelle als Serienprodukt

In der Forschungsfabrik HyFaB sollen automatisierte Fertigungs-technologien und Produktionsprozesse für Brennstoffzellen erprobt werden. Weitere Schwerpunkte sind Fabrikabnahmetests, Inbetrieb-nahmen sowie die Qualifikation von Fachkräften.

Erfolgreicher Start von HyFaB

Mit dem Spatenstich am 10. Februar 2021 wurde der erste Schritt für die Forschung zur Serienfertigung von Brennstoffzellen am Standort Ulm unternommen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Anfang 2022 geplant. Der Fortschritt der Baumaßnahmen kann bis zur Fertigstellung über eine aktuelle Webcam auf der Website des ZSW live mitverfolgt werden. HyFaB wird durch das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie das Ministerium für Wirtschaft und Tourismus unterstützt. Gemeinsam stellen diese 18,5 Millionen Euro im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg bereit. Zusätzlich fördert der Bund das Projekt mit Mitteln in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro.

Logo of Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Logo of E-Mobil BW